Stevia – Aus Euphorie wurde Ernüchterung

SteviaDer Süßstoff sorgte für pure Begeisterung. Endlich eine Möglichkeit Joghurt, Kuchen, Kaffee und Tee zu süßen und dabei Kalorien einzusparen. Doch von der ursprünglichen Begeisterung ist heute nicht mehr viel zu sehen. In seiner Ursprungsform ist Stevia eine Pflanze, die auch als Honigkraut bekannt ist. Diese wurde sogar schon von den Ureinwohnern Amerikas zum Süßen von Speisen und Getränken verwendet. Doch das natürliche Stevia ist von seinem Eigengeschmack sehr gewöhnungsbedürftig. Die meisten Konsumenten wünschen eine Süße die eben süß aber ansonsten keinen Eigengeschmack aufweist. Und so wurde aus dem ehemaligen Naturprodukt ein Laborprodukt.

Ist Stevia gesund?

Eine Frage die sich mittlerweile viele Menschen stellen, die auf der Suche nach Alternativen zum herkömmlichen Haushaltszucker sind. Und so wird die Frage laut, aus was das produkt Stevia eigentlichbesteht, welches wir hier zu Lande nutzen. Eines muss man vorab sagen, das Produkt welches wir hier kennen wurde nicht einfach aus den Teilen der Stevia rebaudiana gewonnen. Bei diesem Produkt, welches wir nutzen, handelt es sich um ein Isolat, welches mittels industrieller Labortechnik gewonnen wurde. Von Natur sind wir in diesem Fall also ganz weit weg.

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Waffeleisen im Vergleich
Hausgemachte Waffel..... soooo lecker

Ein anderer Punkt der von den meisten gesundheits- und preisbewussten Verbrauchern äußerst kritisch beäugt wird, ist die Tatsache das Lebensmittel die mit Steviolglycosiden gesüßt werden, ziemlich preisintensiv sind. Hinzu kommt das diese Produkte häufig nicht nur mit diesem Süßstoff, sonden zusätzlich auch noch mit anderen Süßstoffen und/oder Zucker versetzt werden. Außerdem hat die Europäische Kommission eine Empfehlung bezüglich der täglichen maximalen Verzehrmenge von Stevioglycosiden ausgesprochen. Diese Empfehlung beläuft sich auf maximal 10 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das hört sich natürlich erst einmal recht viel an. Doch wer auf eine kalorienbewusste Ernährung achtet und häufig zu Produkten greift die mit dem Produkt gesüßt sind, erreicht diese Obergrenze recht schnell. Bislang ist allerdings noch nicht geklärt, wie sich ein langfristiger, übermäßiger Konsum von Stevioglycosiden auf die menschliche Gesundheit auswirkt.
Ob der Süßstoff nun gesund ist, lässt sich heute pauschal noch nicht beantworten. Wer sich allerdings näher in die Materie einlesen möchte und sich für Studien diesbezüglich interessiert, für den dürfte die einschlägige Studie der Uni Hohenheim von großem Interesse sein.

Vorteile von Stevia

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Vielen ist sicherlich bekannt, dass Stevia eine deutlich höhere Süßkraft aufweist als herkömmlicher Zucker. Doch der Süßstoff weist noch andere Vorteile auf. So zum Beispiel die Tatsache, dass er nicht verstoffwechselt wird. Daraus resultieren folgende Besonderheiten:

  • Das Kariesrisiko wird durch Stevia nicht erhöht
  • Es findet keine Beeinflussung des Blutzuckerspiegels statt
  • Die Kalorienbilanz wird durch den Süßstoff nicht in die Höhe getrieben

Als großer Vorteil kann sicherlich die Tatsache gesehen werden, dass der Süßstoff keine Kalorien aufweist. Von daher kann der Konsum des Produkts nicht zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder zu Übergewicht führen. Auch für Diabetiker ist der Süßstoff geeignet, da der Konsum den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass der Süßstoff scheinbar eine leicht gefäßerweiternde Wirkung aufweisen kann.

Nachteile von Stevia

Viele kritisieren den leicht bitteren Nachgeschmack einiger Steviaprodukte. Ein weiterer Nachteil ist das die eigentliche Süße im Labor extrahiert werden muss und es sich somit nicht mehr um ein Naturprodukt, als welches es ja oft verkauft wird, handelt.
Die Lakritznote von Stevia kann zu einem bitteren Nachgeschmack führen
Bei Tierversuchen wurde durch den Konsum des Süßstoffs eine Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit beobachtet
Im Gegensatz zu normalem Haushaltszucker ist es nicht als Volumenmittel geeignet
Unterscheidet sich von der Süße des normalen Haushaltszuckers

Stevia – Unser Fazit

Xylit Alternative zu Zucker
Xylit – eine weitere Alternative zu Zucker

Bei dem Süßstoff handelt es sich um ein Stoffgemisch, welches eine durchaus höhere Süßkraft als herkömmlicher Haushaltszucker erreichen kann. Herausragende Vorteile des Produkts sind sicherlich die Tatsachen, dass die Zähne nicht angegriffen werden und somit das Kariesrisiko gesenkt werden kann. Zudem wird durch den Verzehr weder die Kalorienbilanz noch der Blutzuckerspiegel beeinflusst, weshalb der Süßstoff problemlos auch von Diabetikern verzehrt werden kann. Als nachteilig erweist sich jedoch der sehr gewöhnungsbedürftige Nachgeschmack, sowie die bisher ungeklärten Risiken für die Gesundheit.
Wer beim Süßen nicht zu Süßstoffen, sondern eher zu einer Zuckeralternative greifen möchte, der sollte mal bei unserem Artikel über Xylit reinklicken.

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